powered by AlexDirkFreyling

all images © by AlexDirkFreyling respectively courtesy of ARTSTOFF

...work samples ...

 

 

It exists a large (interdisciplinary) (partly documentary) fund in the form of photographs and moving images (SD, Full HD and stereoscopic 3D) as well as various texts on art and society by Alex Dirk Freyling. The worksamples presented here are literally only a small part of the complete work, i.a. with the goal to at least give viewers an approximate overview. Unless otherwise noted, the text compilations and textual versions are by (Alex) Dirk Freyling.  

Es existiert ein großer (interdisziplinärer) (teils dokumentarischer) Fundus in Form von Fotografien und bewegten Bildern (SD, Full-HD und stereoskopischem 3D) sowie diversen Texten zu Kunst und Gesellschaft. Im "Mittelpunkt der Regie und Umsetzungen" steht (Alex) Dirk Freyling. Die hier exemplarisch vorgestellten Arbeitsproben bilden sprichwörtlich nur einen kleinen Teil des Gesamtwerkes ab, u.a. mit dem Ziel, Betrachtern zumindest einen ungefähren Überblick "näher zu bringen". Wenn nicht anders bemerkt, stammen die Textzusammenstellungen und Textausführungen von (Alex) Dirk Freyling.

 

 

 

 

The insignificance of "modern" art - [ „thanks” to Marcel Duchamp's work] - is an inherent companion of the "modern" artist.

ART should be more than «allegory screwing»

One tool to counteract the established neglect of »form and content« of art ( -"products" ) is the conscious, self-directed conceptual parody of modern art and its artists.  

 

 

Marcel Duchamp    Ankläger und [Kunst-]Terminator

Der Konzeptkünstler Marcel Duchamp (1887 - 1968) und der Erfolg "seiner" Readymades sind, im Hinblick auf die Auswirkungen und heutigen Spätfolgen und Effekte der modernen Kunst, sozusagen Meilensteine des (inhaltlichen) Verfalls und der Kapitulation des Künstlers vor dem Kapital. Eigentlich wollte Duchamp mit den Readymades u.a. die Abhängigkeit des Künstlers von der Gesellschaft verdeutlichen, und die (gewachsene) Sinnlosigkeit der Kunst aufzeigen. Es folgten bis heute ohne Unterlass Heerscharen von talentlosen, inhaltsschwachen, leider auch wenig unterhaltsamen Künstler-"Duchamp-Kopien", die ihre unterdurchschnittlichen Kreativleistungen mit der Kunstfreiheit "rechtfertigen". Genauer: Der Künstler hat keinen Erklärungsbedarf (nötig). Der Kunsthändler und Kurator schon.

 

Kunst sollte mehr sein als «Allegoriengeschraube»   

Künstler sind immer auch egozentrisch und wünschen sich Aufmerksamkeit. Inwieweit ein privat motiviertes Anliegen neben den Besitzerfreuden auch gemeinnützliche Aspekte generiert, steht auf einem anderen Blatt. Ein Werkzeug um der etablierten Form- und Inhalts-Verwahrlosung der Kunst(-Produkte) entgegen zu treten, ist "die" bewusste, selbstinszenierte konzeptionelle Parodie auf moderne Kunst und deren Künstler

 

 

 

 Analytische Anatomiestudien können so mehrdeutig verstanden werden.

 

 

[  Installationsgut Kunstbefall 2010  adf 46ndf  ]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Entweder der erfolgreiche Künstler und seine Kunst sind die Produkte einer kunstakademischen Laufbahn und werden vereinzelt willkürlich kapitalisiert oder aber Künstler und ihre Arbeiten sind [unakademisch] authentisch in einer realen Lebenssituation „entstanden“. Dann sollten die Protagonist(inn)en zum Wohle der 'ARTDEALER' möglichst frühzeitig an ihren herrschenden Lebensumständen  zugrunde gehen. Ausgeprägter Frust, Melancholie, Armut und unbefriedigte Leidenschaften gepaart mit Drogenexzessen und körperlicher Verwahrlosung und besonders beliebt Suizid nach kurzem Leben machen sich immer Gut in der Vita der Realkünstler. Deutlich steigt so auch die Wahrscheinlichkeit der kunsthistorischen Erwähnung. Die nachträgliche Kommerzialisierung, der oftmals für einen Apfel und Ei übernommenen Kunstwerke, der toten Kreativen durch Galeristen, Kunsthändler und "Sammler" ist fester Bestandteil des Kunstmarktes.

[Hoch-]Geschätzte Kunst ist Kommerz...

Jeffrey Deller, Turner-Preis Träger von 2005 erkennt ob etwas Kunst ist am Preis. Andy Warhol antwortete auf die Frage: Was ist Kunst ? ART is a man`s name. Die Bewertung des eigentlichen Kunstobjektes ist eine ritualisierte Heuchelei und meist wertlos. Bezahlt wird für Künstlernamen, die mittels kapitalistischer Willkür von elitären Kreisen kreiert werden. Die Reputation des postulierten "Meisters" zählt. Hugh Grant [erfolgreicher Filmschauspieler mit Alleinstellungsmerkmalen und bewertbaren schauspielerischen Leistungen] trifft den Nagel auf den Kopf: Die Basis der Modernen Kunst ist Bullshit

So kommt es, daß ein und dasselbe Gemälde, ohne die Spur einer Qualitätsminderung, einen Preissturz erleidet, wenn sich herausstellt, daß es nicht vom "Meister selber" sondern von einem weniger bekannten "Meister-Assistenten" stammt.

Präsente [«erfolgreiche»] Kunst und deren Protagonisten klammern sich überwiegend an den Strohhalm der anerkannten, erklärungsbedarfsfreien Kunstfreiheit und verweigern in der Regel jegliche Erklärung für ihr Tun. Weder Richtlinien, Ursachen, Werkzeugbeherrschung, (handwerkliche) Fertigkeiten, noch einen Erklärungsbedarf wird dem Kunstaktivisten als Basis bzw. Zugang zur Schöpfung "abverlangt". Dieser [un]formale Minimalismus verliert aber jegliche Perspektive der Gemeinnützigkeit, wenn die ursprünglichen historischen [Beweg]Gründe keine Bedeutung mehr haben. Das akzeptierte Fehlen von "Können" und die erfolgreiche Eliminierung von [akademischer] Kritik, als Eckpfeiler der "freien" Kunst, rächen sich aufs schärfste. Was bleibt ist eine kommerzielle Symptomatik, sprichwörtlich nichts sagender, egoistisch motivierter Protagonisten. Zeitgenössische Kunst als "Beruf", beurteilt, selektiert und zum größten Teil ausgegrenzt von systemtreuen Kapitalisten bedeutet schleichende Sedierung und letztendlich das Ende geistreicher Schöpfungen.

Der deutsche (1937 geborene) Kunstkritiker Dr. Eduard Beaucamp vertritt die These, daß die Moderne tot ist und fundamentale Umbrüche in der Bildenden Kunst nicht mehr zu erwarten sind.

...Das Bündnis Künstler und Kritiker ist zerfallen. „Die Artisten suchen nach lebenstüchtigeren und erfolgsversprechenderen Partnern  - als da sind Händler, Öffentlichkeitsagenten, Sammler, Sponsoren, Kuratoren und Leute der Museumsbrache - … Unser kapitalistischer Machtzirkus, angetrieben von unvorstellbar großen und frei vagabundierenden Geldmassen, die nach diskreter Anlage suchen, macht mit seinen Zaubertricks aus Adepten im Handumdrehen Künstler von Weltgeltung, die auf Auktionen sogar berühmte Meister zu Zwergen degradieren.“ (Auszüge Rede zur Verleihung des Johann-Heinrich-Merck-Preis 2006 an Eduard Beaucamp)

Apropos KRITIK & KREATIVE

Neben Seilschaften, Zufällen und dominierender, omnipräsenter kapitalistischer Willkür, insbesondere in der wahrnehmbaren, gehandelten Kunst [CASHART:  ART for CASH is the only ART] kommen die so genannten [Kunst-]Kritiker ins Spiel. Seien sie froh, wenn sie im Zusammenhang mit ihrer Arbeit auf "sachliche", innovative Charaktere dieses Genres treffen. Kritiker sind wichtig. Auch die, die am Thema vorbei "rezensieren", und außer - mal mehr oder weniger unterhaltsamen  - Beleidigungen, nicht viel zu bieten haben. Kritiker schaffen immer Aufmerksamkeit. Wie viele der Kritiker, wären "daß", was sie kritisieren, nicht auch gerne selbst ?

Jeder Kreative möchte bekannt sein. Jeder Kreative muß bekannt sein, damit er auch morgen noch kreativ sein kann. Denn nur eine adäquate Bekanntheit garantiert Freiräume. Auch Kreative brauchen wirtschaftlichen Erfolg. Das Erste was dem ein oder anderen einfällt, der - aus welchen Gründen auch immer -  nicht möchte, daß sie erfolgreich sind, ist entweder der banale Ansatz, "sie hätten nicht das, was es braucht, um erfolgreich zu sein", oder aber sie werden mit einem beliebig komplexen Konstrukt aus Argumenten bombardiert, welches ihr Scheitern postuliert.

Kunst ist nicht Wissenschaft, Fußball oder Film. Einen Stürmer können sie "einfach" nach seiner Anzahl geschossener Tore bewerten. Kunst hingegen ist sehr beliebig. Kunst ist genauso einfach zu kritisieren, wie sie zu glorifizieren ist. Alle Argumente für [ihre] Kunst, sind nicht selten auch mögliche Argumente gegen [ihre] Kunst. Der einst gefeierte Künstler wird plötzlich oder Schritt für Schritt zum Sozialfall, der über lange Zeiträume unbeachtete, ausgegrenzte "KunstNichtsKönner" wird zum Kunstsuperstar.

 

 

... "Vergessen" Sie den authentischen Berufskritiker. Schlimm sind die, die aus Neid und ideologisch motivierten Hass "kritisieren" und unterhalb der Gürtellinie, nicht selten manisch-obsessiv Moral und Vorurteil bemühen. Eine weitere Steigerung erfährt die Kritik, wenn Sie einen "KreativKollegen" kritisiert haben, selbst wenn sie sehr dosiert und nicht destruktiv Kritik geübt haben.  Hier kennt insbesondere die "Erwiderungskritik"  von kreativen Mitstreitern mit aktuell existentiellen Ängsten keine Grenzen. Künstler und Schriftsteller verstehen da keinen "Spaß". Der Erguss ihres "Kollegen" an derben Beleidigungen, Unterstellungen, Mißgunst, das gesamte Spektrum ausgrenzender, zusammenhangloser Polemik gegen sie, und die vollumfängliche Ignoranz bezüglich ihrer Arbeit, ist phänomenal.

 

 

Im achten Kapitel - Kunstwerk und Künstler - der Publikation "Über das Geistige in der Kunst von Wassily Kandinsky " heißt es (noch), "Das Kunstwerk müsse der Entwicklung und Verfeinerung der menschlichen Seele dienen, denn die Kunst sei das tägliche Brot für die Seele."

Die [mitunter] kunsttheoretische Publikation Kandinskys "Über das Geistige in der Kunst" aus dem Jahre 1909 erscheint 100 Jahre später, wie ein vergessenes, ungelesenes, souveränes Fragment eines Wissenden, dem eine Horde von geldgeilen, egomanischen Kunstbarbaren des ausgehenden 20. und beginnenden 21.Jahrhunderts ohne [Fein]Sinn, Verstand und Bildung zeitlich folgte.

Die Bewertung, Wahrnehmung und der Erfolg von zeitgenössischer Kunst bleiben Phänome der besonderen ART. Warum der eine oder andere Künstler Kunstgeschichte schreibt und andere ähnlich talentierte Künstler ein Leben lang plakativ gesprochen unveröffentlicht in Armut leben ist oft nicht nachvollziehbar. Auch (zeitgenössische) Kunst war und ist wie viele Lebens- und Arbeitsbereiche geprägt von Zufällen, Seilschaften und kapitalistischer Willkür. Obwohl das öffentliche Interesse der vermeintlich normalen Bürger an Kunst  absolut gesehen gestiegen ist, bleibt es nach wie vor das Spielfeld einer elitären Minderheit.

 

Als junger Mensch dachte ich, zeitgenössische Kunst ist eine kreative Form des gesellschaftspolitischen Kampfes gegen den Wahnsinn der Normalität. Das "auffällig häufige" Fehlen handwerklicher Fertigkeiten der Protagonisten schien als - aus der Not heraus geborenes - Stilmittel der "Kulturanarchie" akzeptiert. Obwohl zu dilettantische und minimalistische Kunstwerke mich immer schon nervten, war die Kopplung an (vermeintlich) intelligente Nonkonformisten und die daraus resultierende "Einheit" zumindest duldbar. Heute ist die [von Kunst-Geldgebern beliebig postulierte] erfolgreiche moderne Kunst bis auf sehr wenige Ausnahmen ein schlichtes Abbild der globalen gesellschaftlichen Entwicklungen. Oftmals überraschen und "verstören" die wahrnehmbaren "Meisterwerke der Moderne" aller Gattungen nur noch durch ihren "fantastischen" Preis. Weder das sie irgendeine Botschaft transportieren noch irgendwie inhaltlich polarisieren oder gar als kritische intellektuelle Waffe dienen könnten, rauschen sie lediglich wie eine Bildstörung, beliebig, leblos und systemkonform im entpolitisierten, unerotischen kreativen Nichts.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

der Kollege                 paint on canvas  25 x 30 cm  adf  46ndf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Holz-Pflanzen-Arrangements

 

 

Konträr zu dem omnipräsenten geistigen Dünnschiss der immer gleichen "Rampensäue" aus Politik, Wirtschaft, Kirche und «Showbiz», die unter anderem zyklisch (wiederkehrend) blutleere Talkshows bevölkern, in allen gängigen [Print]Medien ihr organisiertes Versagen "erläutern", ihre zeitgenössischen Verbrechen an Mensch, Freiheit und Tier "schön reden", beratungsresistent und lobbyergeben redundant fremdbestimmte Zuhörer infantilisieren, verblöden und aufhetzen, kann man[n] dem konditionierten, braven Bürger von heute nur wünschen, daß er durch reale, existentielle Katastrophen eine nennenswerte geistige (Eigen-)Entwicklung in Gang setzt, ... wieder lesen und schreiben lernt und nicht versucht - durch welche Umstände auch immer - den "Platz" - die «Plätze» - der egomanischen Langeweiler neu zu besetzen. [ "plakativ neudeutsch": Dear fellow citizen: Get a «fucking» life (of your own) ! ]

... Etwas "freundlicher" - mit den Worten Hermann Hesses - ausgedrückt:

"Alle Kinder, solange sie noch im Geheimnis stehen, sind ohne Unterlaß in der Seele mit dem einzig Wichtigen beschäftigt, mit sich selbst und mit dem rätselhaften Zusammenhang ihrer eigenen Person mit der Welt ringsumher. Sucher und Weise kehren mit den Jahren der Reife zu diesen Beschäftigungen zurück, die meisten Menschen aber vergessen und verlassen diese innere Welt des wahrhaft Wichtigen schon früh für immer und irren lebenslang in den bunten Irrsalen von Sorgen, Wünschen und Zielen umher, deren keines in ihrem Innersten wohnt, deren keines sie wieder zu ihrem Innersten und nach Hause führt."         Hermann Hesse 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tschaika SECRET AFFAIRS    c-print  adf  45ndf

 

 

 

 

 

 

[ Das Böse Fräulein Mina  southtower kitchen        c-print     adf      44ndf ]

 

 

 

Die Sexualfeindschaft ist in den biblischen Texten fest verankert, sie ist keineswegs nur eine mit dem Christentum verknüpfte historische Zufälligkeit. Im Alten Testament erfährt die Erotik noch positive Würdigungen, im "Hohe Lied Salomo" wird das Göttliche sogar in einer erotischen Sprache gepriesen. Im Neuen Testament dominiert hingegen die Ablehnung der Sexualität, nirgendwo wird die Erotik, die körperliche Sinnlichkeit, oder die Verführungskraft einer Frau gepriesen. Während sich etwa die griechischen Götter durch sexuelle Leidenschaften auszeichnen, soll das Göttliche in der christlichen Religion jenseits des Sexuellen angesiedelt sein.

 

 

Die "Heilige Familie" ist ohne Sexualität. Maria empfängt Jesus auf jungfräuliche Art, ohne dass sexuelle Leidenschaften im Spiel sind. Joseph, Jesus Vater, ist kein richtiger Vater, seine Sexualität ist bei der Zeugung nicht im Spiel. Jesus, der Sohn, zeigt sich frauenfreundlich, aber er zeigt kein erotisches Interesse an Frauen.

 

 

Besonders deutlich kommt eine christliche Sexualfeindschaft bei Paulus zum Ausdruck. Bei ihm heißt es: "Es ist gut für den Mann, keine Frau zu berühren. Wegen der Gefahr der Unzucht soll aber ein jeder seine Frau haben, und jede soll ihren Mann haben. Der Mann soll seine Pflicht gegenüber der Frau erfüllen und ebenso die Frau gegenüber ihrem Mann." (1. Korinther 7, 1-3) In dieser Äußerung erscheint die Sexualität prinzipiell als ein Übel, das mit Hilfe der Ehe gezähmt werden soll. Die Sexualität soll keine Lust oder Freude spenden, sie soll allenfalls als unvermeidbar akzeptiert werden.

 

 

Nicht nur der Heterosexualität kann Paulus wenig Erfreuliches abgewinnen, seine besondere Abneigung gilt der Homosexualität. Die "Knabenschänder" werden von ihm mit Mördern und Menschenhändlern in eine Reihe gestellt. Paulus' Einstellung steht keineswegs im Gegensatz zur Einstellung Jesu. Im oben angeführten Zitat aus der Bergpredigt verhängt Jesu ein extrem strenges Tabu über jede außereheliche sexuelle Regung. Im Paradies soll Jesus zufolge die Sexualität überwunden sein. "Denn nach der Auferstehung werden die Menschen nicht mehr heiraten, sondern sein, wie die Engel im Himmel", (Matthäus 22, 30) heißt es im Matthäus-Evangelium.

 

 

Das Neue Testament will die Liebe von der Sexualität abtrennen, Agaphe steht gegen Eros. Diese Abspaltung hat im Text der Offenbarung zur Konsequenz, dass die von der Liebe abgelöste Sexualität dem Bösen zugerechnet wird und mit ihm am Ende der Zeiten gerichtet werden soll. Für die Lüsternen gelten dort die Gebote der Nächsten- und Feindesliebe nicht mehr, sie sollen grausam bestraft werden.

Der "Heiligen Stadt Jerusalem", die die reine Liebe beherbergt, wird eine andere Stadt, die "Große Hure Babylon" entgegengesetzt "die große Hure, die an vielen Gewässern sitzt. Denn mit ihr haben die Könige der Erde Unzucht getrieben und vom Wein ihrer Hurerei wurden die Bewohner der Erde trunken." (Offenbarung 17, 23)

 

 

Die Hure Babylon repräsentiert historisch betrachtet für die frühen Christen das Römische Reich. Aber es ist kein Zufall, dass ihre Verderbtheit mit einer verwerflichen weiblichen Sexualität verknüpft wird. Mit der Sexualfeindlichkeit einer patriarchalisch geprägten Religion geht die Frauenfeindlichkeit einher. Die Frauen werden gehasst und verachtet, weil sie beim Mann die böse, verführerische Sexualität provozieren. Mit der verführerischen Eva ist die Sünde in die Welt gekommen, die Frauen, deren prekärer sinnlicher Verführungskraft die Männer zu verfallen drohen, müssen männlicher Macht unterworfen werden, um die Gefahr, die von ihnen ausgeht, zu bannen.

 

 

Das diese dokumentierten, geforderte(n) Sinn-, Körper-, Sexual- und Frauenfeindlichkeit(en) der Christen mit Grundrechten oder schlichter mit der "Lebendigkeit" der Menschen nicht in "Einklang" zu bringen sind, bedarf eigentlich keines weiteren Kommentares.

 

 

 

Katja meets AlexD   ARTSTOFF Galerie Berlin    c-print

 

 

 

 

 

 

Basissuche und freundliche Entschleunigung beginnen u.a. mit direkten, nicht materiell ausgerichteten Naturerfahrungen und Spaß an der Freude. Die Struktur eines Blattes, der Geruch einer „wildlebenden“ Pflanze, die Bewuchsvielfalt einer Wiese, das Insekt von "nebenan" und spielerisches Miteinander helfen (auch) sich selbst wahrzunehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[ Readymade Lilith  in front of man down        c-print     adf      45ndf ]

 

 

 

 

 

 

 

[ Der Schöpfer spricht   c-print   adf  47ndf ]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

friends of hopes in front of hopes (paintings)    c-print   adf    44ndf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[AlexD im «Auge» der Betrachterin MissEve CupeCoyBeach]

 

 

 

 

 

 

 

AlexDirkFreyling

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kunst sollte mehr sein als «Allegoriengeschraube»

Die Bedeutungslosigkeit "moderner" Kunst ist dank Marcel Duchamps Wirken inhärenter Begleiter des "modernen" Künstlers. Künstlerische Fertigkeiten sind zwar von Vorteil, lassen sich aber stets als "nur" Kunsthandwerk verstehen. Konsequent zu "Ende" gedacht, ist der Preis für die Unabhängigkeit des Künstlers, die Befreiung vom Kapital. Wahre Kunst ist frei von Kapitalerträgen. Diese Freiheit lässt sich ohne "Goldene Löffel-Geburt" im Rahmen eines theoretischen Modells nur mit Einnahmen (nicht aus der Kunst direkt aber) aus dem kunstnahen Bereich verwirklichen.

Zur Erinnerung: Die einstigen Expressionisten waren im Vergleich zu Heute, arme Künstler und vom ersten Weltkrieg "gezeichnet". Die zum Teil hohen bis exorbitanten "post-mortem-Preise" für ihre Bilder stehen im krassen Gegensatz zu ihrem kargen Leben. Die implizite «Romantisierung» ihres Künstlerdaseins im Rahmen der nachträglichen Kapitalisierung ihrer Kunstwerke ist eine marktstrategische Eigenheit. Kapitalismus "schmeckt" halt besser, wenn man dem Produkt eine menschliche Komponente des romantischen Glücks anhängt. Abstrakte Expressionisten wie Mark Rothko oder Jackson Pollock waren alles andere als "glückliche" Menschen. Begriffe des heutigen Kunstmarktes wie Allegorie oder Diskurs sind, wie mathematische Symbole, blutleere Gebilde. Eine geldgeile Elite, die sich in der Regel weder mit den Befindlichkeiten der Künstler, noch mit sonst einem Detail des "Künstlerleids" beschäftigt regiert und selektiert. Künstler sind spezielle Soldaten des Kapitals. Die Illusion von Freiheit und Romantik des Künstlers soll über die Beliebigkeit von Kunst hinwegtäuschen. Der «Markt» bringt immer wieder "punktuell" Künstler wie Damien Hirst oder Jeff Koons "ganz" nach oben. Die so generierten extrem wenigen Multimillionäre der Kunst sind bei genauer Betrachtung notwendige Zufallskandidaten, die den Mythos des erfolgreichen Künstlers aufrecht erhalten. Wer bei solchen Künstlerstars nach einer systemkritischen Meinung oder auch nur einer unbequemen Meinung sucht, wird nichts finden. Jeff Koons ist ein  treffliches Beispiel für eine gut dokumentierte Assimilation des "einstigen" Störers.

Kunstschaffende wie Martin Kippenberger haben sich früh zu Tode gesoffen, weil sie nach ihrem Verständnis keine adäquate Anerkennung zu Lebzeiten bekamen. Erst nach seinem Tod wurde er erfolgreich (kapitalisiert). Die idealisierte Freiheit der Kunst birgt die größte Gefahr für den Künstler. Erstens gibt es real weder Meinungs- noch Kunstfreiheit, zweitens ist die Bewertung von Kunst insbesondere aufgrund der fehlenden "Qualitätskriterien" und der gängigen "Aussageverweigerung" eine reine Kapitalmarktangelegenheit. Banken, Versicherungen, Energiekonzerne und deren "Manager" sponsern, selektieren und kapitalisieren beliebig Kunst. Die vermeintlich erfolgreiche Gegenwartskunst "wandert" dann auf Halde. Hinter verschlossenen Safetüren soll sie möglichst viel Rendite abwerfen. Kunstfonds sind beliebte Finanzierungs- und Kapitalmodelle. Das in diesem Markt kein Platz für gesellschaftskritische, basisnahe, "natürliche", kapitalsystemkritische Künstler ist, versteht sich von selbst.

"Eins" sollte auch klar sein, Leben ist egoistisch. Künstler sind immer auch egozentrisch und wünschen sich Aufmerksamkeit. Inwieweit ein privat motiviertes Anliegen neben "Besitzerfreuden" auch gemeinnützliche Aspekte generiert, steht auf einem anderen Blatt.

AlexDirkFreyling

 

 

[ beauty CHRISTINA smoking a cigar  Berlin adf 38ndf    110 x 150 cm    c-print ]

 

 

 

 

 

 

 

[ Beauty Christina  Berlin        c-print     adf      37ndf ]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[ Das Täglich' Brot      c-print adf   48ndf  2010 ]

 

 

 

 

 

 

[ HOPE paint on canvas adf 42ndf ]

 

 

 

 

 

[ ARTSTOFF Berlin     September 2010 - Juli 2011   Impression ]

 

 

 

 

 

 

 

 

[ moving image        c-print  HappyOne56 on its way   adf  04.46ndf ]

 

 

 

 

 

 

 

Happy Ones are always simply happy. Happy Ones are elementary and easy structured. Their well build "organs" make them totally happy. If no one wants to play with them, they play with themselves.

Happy Ones sind einfach immer happy. Happy Ones sind elementar und einfach strukturiert. Ihre üppige "Ausstattung" macht sie rundum glücklich. Wenn keiner mit ihnen "spielen" will, dann spielen sie mit sich selbst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Berlin   c-print    adf         41ndf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

beauties at the FetishCafe    Montreal Canada   c-print   adf  mid1990s

 

 

 

 

 

 

DARK VENICE    c-print   adf 49ndf

 

 

 

 

 

 

 

 

[Alien Watch     Miss C & MissEve     adf  47ndf  c-print]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

hunger II  adf 47ndf 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

behind the scenes     c-print   adf

 

 

 

 

 

 

behind the scenes     c-print   adf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[adf & T.B. ARTSTOFF ß-Show Oktober 2010]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

adf woodwork workspace 53ndf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mann mit Messer  [painting 100 x 140 cm]   45ndf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktuelle «Nachrichten» und «Nachrichtensender» sind die Meinungskloaken der Nation. Keine Haarschnittänderung postulierter Stars, keine belanglose Affäre irgendwelcher Ex-Sportler sind dem «Sender» als Nachricht zu schade. In Analogie sollten Sie als [Nachrichten-]Konsument Ihrem automatisierten Verdauungsprozess täglich aufs neue ganz besondere Aufmerksamkeit schenken und jedes Milligramm Scheiße bis ins Detail begutachten, bevor es Ihren Arsch verlässt. Viel Spass.

Brot und Spiele für die Karawane der Hoffnungslosen

Täglich werden sie "erfolgreich" gefüttert, die «Dummen und Armen», die «Gläubigen», die «Bildungsfernen»*, - themenübergreifend -  das Volksheer der «Massenphänomen-Verstrahlten».

Bildungsferne: *("neudeutscher", politisch korrekter Ausdruck für komplex volkswirtschaftlich Untaugliche)

Garniert mit allerlei «BITjunk», mal mit "gepixelten" Handybildern, mal hochauflösend fressen sie artig den Hirntotmix aus vermeintlichen Nachrichten und Unterhaltung via Satellit und Kabel.

Es wäre genug für alle da. Es gibt aber systemgesteuert immer weniger zu verteilen. Methodisch polarisiert die Politik das Volk. Statt den Mechanismus abzuschalten und die politisch Verantwortlichen je nach Unterlassung und Verbrechen am eigenen Volk aus dem Amt zu jagen oder einzusperren, gehen die systembraven Zinssklaven „lieber“ aufeinander los.

Das Heer der modernen Tagelöhner wächst weltweit. Was ihnen bleibt ist der sichere Zuschauerplatz, gerade noch mit soviel Hirn ausgestattet, das sie ihren Herr(n) und Meister(n) aus Sport und Politik danken können. Nietzsche hätte seine helle Freude an dem "kulturübergreifenden" Niedergang der selbst postulierten «Herrenrasse(n)».

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[ ARTSTOFF Berlin     September 2010 - Juli 2011   Impression ]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

« bald kosmische Käfer »    c-prints   adf   48ndf

 

 

 

 

 

 

gallery view 46ndf

 

 

 

 

 

 

Holz-Pflanzen-Arrangement

 

 

 

 

 

 

gallery view 47ndf

 

 

 

 

 

 

 

«Am Rande bemerkt» Für die ersten Christen war Christus ein mächtiger Prophet und der Sohn Gottes, der mit seinem Leben ein Vorbild für uns alle war. Es wäre ihnen nie in den Sinn gekommen, ihm als «Kindlein» in der Krippe sentimentale Lieder zu singen oder ihn gar als sterbenden Mann am Kreuz darzustellen. Ein Kruzifix war ihnen unbekannt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Körper und Geist   Jäger und Sammler

Inwieweit sich die aktuelle körperliche Veränderung der Menschheit auf die eigene Erotik und den Konsum von «Fremderotik» auswirken wird, lässt sich nur schwer einschätzen. Das der Mensch von Natur aus, so wie alle Lebewesen, nur das Nötigste tut, um elementare Ziele zu erreichen, reicht aufgrund seiner selbst geschaffenen körpereinsatzfremden Lebensbedingungen nicht mehr aus, um einigermaßen „gesund“ zu sein. Der Urmensch war gezwungenermaßen körperlich sehr aktiv. Jagen und Sammeln war kein Freizeitsport sondern fester Bestandteil der Lebensgrundlage. Die geschlechterspezifischen körperlichen Attribute, die sich evolutionär über einen sehr großen Zeitraum entwickelt haben, bilden die erotische Basis der wechselseitigen Attraktivität. Dieses Erscheinungsbild "frisst" sich seit wenigen Jahrzehnten sozusagen auf. Funktionale Körperlichkeit wird zunehmend „demontiert“. 

Die weltweite Verfettung der Menschheit hat im 21.Jahrhundert einen Höhepunkt erreicht, so wie es aussieht, werden weitere folgen. Es entstehen neue Körpertypen, die im Extrem geschlechterspezifische Unterschiede verschwinden lassen. Der neue Mensch-Typ «made by Fastfood» setzt keine bekannten erotischen körperlichen Signale. Schwanz, Arsch, Titten, Taille, Muskeln, soweit noch vorhanden, verschwinden in bzw. unter Fettschichten. Es gibt zunehmend «Körpertypen», die „neugigantisch“ fett sind. Die gesellschaftliche Akzeptanz für diese Form der «Selbstverstümmelung» nimmt stetig zu.  

Schon kleine Kinder, die wenig oder gar nicht sprechen können, sitzen mit ihren Eltern morgens, mittags, abends, zum Frühstück, auf dem Weg zur Schule oder in den Kindergarten bei McDonalds, BurgerKing oder in artverwandten Etablissements und haben einen Pommes zwischen ihren Milchzähnen und saugen an «Shakes». Die auf Kinder gerichtete massive Werbung der Fastfood-Ketten ist ein direkter körperlicher Angriff auf die Jüngsten und Willensschwächsten unter uns. Demokratisch und legal werden kleine Fressmaschinen herangezüchtet, die man schon in jüngsten Jahren ihrer körperlichen Natürlichkeit beraubt.

Was sind das für Eltern, die diese physische Gewalt gegen ihre Kinder begünstigen oder gar auslösen? Nicht selten sind die Erziehungsberechtigten selbst unsportlich und übergewichtig. Wenn man sich den immensen körperlichen und letztendlich seelischen Schaden der Kinder vergegenwärtigt, der sich früher oder später übergewichtsbedingt einstellen wird, dann muss man sich schon fragen, ob hier nicht ein Kinder- und Jugendschutz zwingend wäre. Nun, die moderne Demokratie macht dies unmöglich. Jeder hat das Rech soviel zu fressen, wie ihm beliebt. Jeder hat das Recht sich so wenig zu bewegen, wie es ihm gefällt. Kinder haben keine Chance auf körperliche Ästhetik, noch nicht einmal auf ein halbwegs gesundes Dasein, wenn ihre Eltern nicht als Vorbilder agieren. Die hausgemachte [Fress-]Gewalt gegen Schutzbefohlene ist legal.

Was wird aus den verfetteten Kindern von heute? Was bedeuten Autoerotik und Körperlichkeit für «Dicke» und «Superdicke»? Was schaut sich der übergewichtige, erschlaffte Mensch gerne an? Mit wem hätte er gerne Sex? "Wühlt" und sucht er/sie bereitwillig und "leidenschaftlich" unter Fettschürzen nach primären Geschlechtsorganen oder wünscht sich die Generation «Fastfood» doch lieber Jäger und Sammler mit Knackarsch und Taille?

 

 

 

 

 

 

[ Abseits und unerwartet          c-print     adf      49ndf ]

 

 

 

 

 

 

Die Illusion des Seins 

Leben: Das mehr oder weniger lange Sterben

 

Leben als Statist einer basisfremden Abstraktion im 21.Jahrhundert und grenzenlose Beliebigkeit als konstanter Wegbegleiter in einem komplexen, detailreichen Arrangement, verwässert und zugemüllt mit Belanglosigkeiten und «News», ist eher eine nette, harmlose Umschreibung für den konstruierten Wahnsinn der Normalität. Für sehr viele Menschen sind Unnatürlichkeiten wie das Finanzamt und angesiedelte, „dynamische“ Steuergesetze, Monotheismus, Normen- und Vorschriftenterror aller Art, dumme Mitmenschen, staatliches Gewaltmonopol, richterliche Willkür, geburtsbedingte Armut, antrainierte Scham vor Nacktheit, das generelle Fehlen einer erotischen Kultur und zahlreiche weitere «Unmenschlichkeiten» ernstzunehmende, gesundheitsgefährdende Faktoren, die letztendlich genauso tödlich wirken, wie die Begegnung mit einem Raubtier. Vom Raubtier gefressen zu werden, hat den Vorteil, zumindest für einen Moment gelebt zu haben. Unsere nicht artgerechte Haltung im Dschungel der Moderne lässt Menschen 80 Jahre und älter werden, ohne das sie je gelebt haben. 

 AlexDirkFreyling

 

 

 

 

« soldiers of ART »    c-print   adf   44ndf

 

 

 

 

 

 

[ Jäger und Sammler AlexDirk no2    c-print     48ndf ]

 

 

The [un] natural enemies of art, especially erotic art were and still are organized religion and the government.

In the 4th and 5th Century in Europe were almost all books by authors who were not Christians destroyed, mostly burned and lost forever. The enemies of Christian thought-monopoly were "catalogued" accordingly. See the list of books banned by the Catholic Church: Index Librorum Prohibitorum (short index Romanus), it comprised some 6000 works of authors such as Pascal, Bacon, Descartes, Kant, Copernicus, Galileo, Diderot, D'Alembert, Comte, Defoe, Balzac, Flaubert, Hugo, Heine, Zola, Maeterlinck, Sartre, Simone de Beauvoir, ... which were considered by the Church as anti-Christian. This list were officially updated until 1965.

The content of artistic freedom had "probably" peaked in Europe and the U.S. from the 1960s to 1980s, until its ultimately successful "assimilation" by the system due to political correctness and reinvigorated religious forces. Western industrial nations established the pejorative term "porn". Commercial Pornography in "confined spaces" became the exclusive platform for explicit eroticism, with the result that erotic art was erased in public space. Erotic, especially explicitly erotic art was step by step "democratically" abolished in the late 20th century.

All contemporary sexually explicit pictures are now placed under the general suspicion being "porn". There are relevant criminal law sections, which provide prosecution and punishment. In Germany this massive censorship is operated largely by the State Federal Department for Media Control (BPjM). The "Porn policies" of the German government and the German legislature BPjM derive directly from the Catechism of the Catholic Church CCC 2354.

 

Anyone who is interested in truly unbiased elementary contexts of human existence needs to know about (human) sexuality. A significant increase in knowledge and cultural development will only take place when public debates on views and concepts are possible. Therefore the "public space" must include uncensored pictures of human sexuality. Since this is not possible the question of artistic freedom and cultural progress leads to the world wide established censorship. For [adf] the term pornography, its negative social interpretation and the associated rules are unnecessary, undemocratic characteristics of an immature society.

 

 

In reference to the 21.century New Expressionism [adf] encourages and celebrates a comprehensive «all inclusive» artistic uncensored point of view. The goal is to establish an erotic art and erotic culture movement as far away as possible from any organized religion and as far away as possible from «contemporary porn».

                

 

 

Pornografie bedeutet für einen Künstler soviel wie Ornithologie für einen Vogel.

Pornography means to an artist as much as ornithology to a bird.

Zitat: AlexDirkFreyling  [Dank an Barnett Newman]

 

 

Was ist und was darf sein

Nicht die Dokumentation eines Blutbades, Abbildungen von Selbstverbrennungen, Folter, Exekutionen, Mord und Totschlag, schwere Unfälle, Krieg, Verstümmelte, psychisch Kranke und Verwahrloste in Wort und Bild schockieren den Neuzeitmenschen. Diese Inhalte sind Tagesgeschäft in Nachrichtensendungen, Print- und Online-Medien. Allen voran youtube. Diese Abbildungen grausamer Realität werden vervollständigt durch ein omnipräsentes Angebot von inszenierter Gewalt in Fernsehserien, Kinofilmen und Computerspielen. Gewaltabbildungen sind das täglich Brot der Medien und deren Konsumenten. Nichts ist so weltumspannend, wie die Gier nach Leid und Elend. Schon Kleinkinder werden diesem Medienterror ausgesetzt.

Es ist keine Seltenheit, daß auch im öffentlich rechtlichen deutschen Fernsehen gewaltverherrlichende Filme, wie beispielsweise Payback mit Mel Gibson, gezeigt werden. Folter und die Lust am Töten werden hier mit Zwangsgebühren von der deutschen Allgemeinheit finanziert.

Es gab bis heute keinen nennenswerten Kinospielfilm der im Gesamtkonzept die menschliche Sexualität in Form von erotisch expliziten Abbildungen positiv dem Zuschauer näher bringt. Nur wenn die Film-Charaktere in letzter Konsequenz leiden, ihrem Trieb unterlegen sind und die situative sexuelle Freiheit mit Drama, Psychose, Gewalt, bis hin zu Mord und Selbstmord endet, waren und sind diese Filme überhaupt existent und marktfähig. Wie Baise-moi oder Nymphomaniac.

Es fehlt bis heute der öffentliche Kinospielfilm, der authentisch das positive Potenzial der Sexualität in Form von explizit erotischen Bildern zur Freude der Menschen aufzeigt.

Was ist die Botschaft, wenn Gewaltverherrlichung fester Bestandteil der Abendunterhaltung ist, aber die menschliche Sexualität kategorisch nicht abgebildet wird? Implizit wird hier suggeriert das explizite Abbildungen sexueller Lust negativer sind als Abbildungen exzessiver Gewalt. Gewalt wird hier als Sehenswertes glorifiziert, Sexualität als unzeigbar dämonisiert. Das ist nicht nur asozial sondern auch im höchsten Maße menschenverachtend.  

Wenn Sie einen Zeitgenossen im 21.Jahrhundert wirklich verstören wollen, dann benötigen Sie nichts weiter als sichtbare Geschlechtsteile. Noch größer ist die Verstörung, wenn menschliche Sexualität abgebildet wird.

Weibliche Brustwarzen auf youtube rufen anonyme Plattformzensoren auf den Plan. Der öffentlich zur Schau gestellte menschliche Penis gilt als jugendgefährdend, der erigierte Penis bringt sie auch bzw. insbesondere in Deutschland in Konflikt mit dem bundesbehördlichen Jugendschutz.

Abgebildete Geschlechtsteile und die Sexualität des Menschen werden undifferenziert als Porno(grafie) bezeichnet und weltweit als schwere Verfehlung gewertet. Wie und warum Abbildungen von Teilen des menschlichen Körpers jugendgefährdend sein können, wird von den Zensurbefürwortern nicht erklärt. Das ist wenig verwunderlich, da es schlicht keine rationale Erklärung gibt. Die verantwortliche Moraltheologie war und ist erklärungsbefreit.

Der vermeintlich erwachsene Mensch der in diesem Klima der Selbstleugnung und kollektiven Bewusstseinsstörung aufwuchs gilt als normal. Scham, Angst, Unwissenheit haben ihn zu einem Hilfserotiker gemacht, der nicht selten heimlich Pornos schaut.

Die zahlreichen positiven geistigen und körperlichen Aspekte der Sexualität werden ausgeblendet. Was sollte an menschlicher Lust schlecht sein? Was gibt es intensiveres als den Orgasmus? Warum sollte menschliche Sexualität nur dann stattfinden dürfen, wenn diese an Monogamie, Zweisamkeit und Liebe gebunden ist? Warum sollte eine öffentliche Sexualität falsch sein?

Das Gros der Anthropologen, Psychologen, Psychiater, Therapeuten bilden zum Thema Sexualität eine schweigende Mehrheit. Notwendige Aufklärung oder gar richtungweisende Plädoyers für einen natürlicheren Umgang mit dem eigenen Körper, u.a. als Funktional gelebter Freiheit und basisnaher Freude bleiben aus, bzw. werden sowohl von der Bildungs-Politik als auch von den Medien ausgeblendet.

Auch das ist nicht verwunderlich, wenn man sich verdeutlicht, daß auch diese Menschen zwar eine wissenschaftliche Ausbildung besitzen, aber dennoch als Individuum selbst kaum über den Status des Hilfserotikers hinaus kommen. Des Weiteren leben diese als Dienstleister von dem körperlichen und psychischen Leid ihrer Artgenossen. Gesundes Essen, mehr Bewegung und freie Sexualität der Kunden bedeuten weniger Verdienst.

 

BASISSUCHE  AlexDirkFreyling

 

 

 

[ Jäger und Sammler AlexDirk     no1  c-print      director of photography : adf     foto by T.B.     47ndf ]